KRANKHEITEN - Herzschwäche

Was ist eine Herzschwäche:

Bei Herzschwäche „Herzinsuffizienz“ ist die Pumpleistung des Herzens herabgesetzt. Bei leichteren Erkrankungsformen führt dies zu keinen wesentlichen Beschwerden, wenn die Erkrankung fortschreitet, können folgende Symptome auftreten:
Einschränkung der Leistungsfähigkeit mit Luftnot bei Anstrengung, Husten, besonders beim Liegen und in der Nacht, Anschwellen der Unterschenkel und Knöchel, auch evtl. Zunahme des Bauchumfanges, weiters auch Verdauungsstörungen sowie Schwindel, Herzklopfen und unregelmäßiger Pulsschlag, ganz selten auch Ohnmachtsanfälle; weiters können Schmerzen im Brustkorbbereich auftreten.

Ursachen:

Meist besteht eine Schwäche des Herzmuskels, wobei hier entweder eine Schwächung der Muskulatur durch Entzündungen oder durch einen lange nicht behandelten Bluthochdruck entstehen kann oder als Folge einer Durchblutungsstörung, z.B. eines Herzinfarktes.
Weitere Möglichkeiten sind Herzklappenfehler und andere seltene Erkrankungen.

Behandlung:

Die Behandlung der Herzschwäche basiert einerseits auf gesundheitsförderndem Lebensstil, wobei hier besonders zu erwähnen sind:
Normalisierung des Körpergewichtes
regelmäßige körperliche Bewegung (nach genauem Plan durch den Arzt)
salzarme, gesunde Kost
ausreichende Ruhe- und Entspannungsphasen
Wichtig zu beachten:
Regelmäßig Blutdruck und Körpergewicht messen.
Sie sollen Medikamente regelmäßig genau nach dem Verordnungsplan einnehmen, Salz auf ca. 5-6 g pro Tag reduzieren, Rauchen bitte beenden, alkoholische Getränke nur maximal 1 Getränk pro Tag.

Medikamentöse Behandlung:

Üblicherweise ACE-Hemmer oder AT1-Blocker in Kombination mit Betablocker
oft Entwässerungsmittel (dabei gibt es 3 verschiedene Arten)
weiters evtl. Digitalis-Präparate
weitere blutdrucksenkende Medikamente, wenn notwendig
Blutverdünnungsmedikamente, wenn eine coronare Herzerkrankung oder ein Zustand nach einem Myocardinfarkt oder eine andere Gefäßkrankheit vorliegt.
Die Medikamente sollen unbedingt möglichst an den optimal wirksamen Bereich von der Dosierung her herangeführt werden.Dies ist oft nur in Schritten möglich, damit keine unangenehmen Nebenwirkungen auftreten.

Warnsymptome bei Verschlechterung der Herzschwäche :

Rückgang der Leistungsfähigkeit
Luftnot bei Anstrengung oder auch in Ruhe
Husten, v.a. auch im Liegen und während der Nacht
Zunahme des Gewichtes oder des Bauchumfanges
Auftreten von Beinschwellungen
evtl. Schmerzen im Brustkorbbereich
Herzklopfen und unregelmäßiger Puls
in seltenen Fällen Durchfall oder Erbrechen
Bei Auftreten dieser oder anderer unklarer Beschwerden bitte Kontaktaufnahme mit Ihrem Hausarzt oder mit mir. Sollten starke Luftnot, starke Schmerzen im Brustkorbbereich oder starker Schwindel auftreten, bitte den Notarzt oder das Aufnahmekrankenhaus aufsuchen bzw. verständigen.

Wichtig:

Die Behandlungsmöglichkeiten der Herzschwäche sind als recht gut einzuschätzen, wenn alle Möglichkeiten optimal eingesetzt werden, also nicht medikamentöse und medikamentöse Maßnahmen sich gegenseitig ergänzen. Daher ist eine optimale Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem behandelten Hausarzt bzw. in regelmäßigen Abständen auch mit Ihrem Facharzt sehr hilfreich. Ihre eigene Mitarbeit stellt dabei eine wesentliche Säule eines gelingenden Therapieerfolges dar.

 

Startseite